Fahrräder, Rikscha-Taxis, Taxler, Busse raus! “Alle Macht” den Fußgängern!?

Der Marienplatz soll schöner werden: Mit Cafes, einer durchgängigen  Fussgängerzone bis zum alten Rathaus – ein Platz zum Verweilen.

Die Idee ist an sich nicht schlecht – doch es fehlt schlichtweg eine vernünftige und bis zum Ende durchgedachte Alternativ-Route.

Was die Stadtplaner (u.a. Petra Wurdack) und der von der Stadt bestellte Verkehrsgutachter sich hier ausgedacht haben, ist schlichtweg ein Kahlschlag in Sachen “Nahmobilität”. Damit werden die Konfliktherde verlagert und noch weiter intensiviert: Die vorgeschlagene Alternativ-Route birgt v.a. an der Maximilianstrasse, der Falkenturmstrasse, im Hofgraben und in der Sparkassenstrasse ein hohes Gefährdungspotential für alle Verkehrsteilnehmer!

Der jetzt schon problematische Querungsverkehr am Viktualienmarkt mit teils 35.000 Besuchern am Tag wird durch die neue “Kustermann-Route”  eine Stau- und Chaoszone für alle werden! Die Marktleute ( u.a. Elke C. Fett als Sprecherin und Anwohnerin) haben zu Recht bereits Widerstand gegen diesen Plan angedeutet!

Es gibt großes Unbehagen auf breiter Basis gegen das Konzept des Münchner Planungsreferates.

Davon konnten wir uns persönlich bei der Bezirksausschuss-Sitzung (BA) Altstadt-Lehel am Donnerstag 29.10.2015 überzeugen.

Die SZ, Anita Naujokat, berichtet ausführlich über diese interessante Sitzung http://www.sueddeutsche.de/muenchen/altstadt-abgeklemmt-vom-herzen-der-stadt-1.2717535

Wir Rikschafahrerinnen und Rikschafahrer Münchens möchten auf einen wichtigen Aspekt hinweisen:

Im Gegensatz zu normalen Fahrrädern (Zweiräder!) können sich Rikscha-Taxis (Dreiräder!) sehr gut an den Fußgängerverkehr anpassen, weil selbst bei langsamsten Fahren unterhalb der Schrittgeschwindigkeit diese Spezialräder niemals kippen können!

Weitere Vorteile der Rikscha-Taxis in Münchens Zentrum sind:

·      mobile Infobörse für Nichtortskundige

·      sympathisches Aushängeschild der Radlhauptstadt

·      bequeme Kurzstrecken im Altstadtring für gehbehinderte oder mit Einkaufstüten bepackte Münchner)

·      „Lückenfüller“ für fehlende Taxen und Busse auf dem Marienplatz (nach aktuellem Planungstand)

Diese Vorteile liegen auf der Hand und werden wir in weiteren Gesprächen mit den Stadtpolitikern in die Waagschale werfen!

Bleibt uns zuletzt die Hoffnung, dass die Stadträte unsere Argumente nochmals prüfen und in ihren weiteren Planungen für den Marienplatz berücksichtigen! Für die Entscheidung des Münchner Stadtrates am 11.11.2015 wünschen wir uns, dass man unsere umweltfreundliche Dienstleistung weiterhin dort wirken lässt, wo sie stadtplanerisch hingehört: In das Herz der Radlhauptstadt München.

SOR – SAVE OUR RIKSCHAS

 

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