SOR – SaveOurRadler

20160215-SOR

Vertreter aller Kooperationspartner auf dem Tendem. Von rechts nach links: Dominic Staat (Pedalhelden), Andreas Groh (adfc), Sabine Nallinger (Stadtrat Bündis90/Die Grünen), Paul Bickelbacher (Stadtrat Bündis90/Die Grünen), Max Zwez (Lederhosen-Express), Alex Zwez (Lederhosen-Express), Andrea Wallerus (Green City e.V.), Dominik Lypp (Bund Naturschutz), Thomas Schmidt (Freie Lastenradler), Wolfgang Heidenreich (Urbanes Wohnen München e.V.)

Durchfahrt Marienplatz für Radfahrer verboten! 

München, 15.02

Das ganze Konzept ist definitiv nicht zu Ende gedacht und geht zu Lasten aller! Bestehendes sollte man nur verändern, wenn sich dadurch signifikant etwas bessert. Das ist hier nicht der Fall!

Es wird schlimmer! Die aktuellen „Probleme“ am Marienplatz werden sich massiv auf den Viktualienmarkt hin verschieben und dort tatsächlich zu Unfällen führen. Die Fussgänger (täglich mehrere tausend) werden hier signifikant mehr beeinträchtigt werden durch dann vermehrt fahrende Busse (in beiden Richtungen!), Taxen und Fahrradfahrer (dann 10.000 pro Tag!, anstelle von 2.000 wie bisher)

Eine -wie durch die Bürgerbeteiligung und anfangs noch von allen Fraktionen getragene Alternativ-Route der Fahrradfahrer weiter über den Marienplatz- war und ist eine Lösung mit Augenmaß.  Nutzungskonflikte seitens der Zweiradfahrer entstehen nämlich meist nur dann, wenn diese sich „im Recht“ fühlen (typisch Deutsch), sich also wie am Marienplatz aktuell auf einer Fahrbahn befinden. Gestaltet man den Platz hingegen eben, wird auch der Radler sich zurücknehmen.

Das von CSU&SPD beschlossene Konzept ist ein Rückschritt und wird sich nicht bewähren!

Wenn man dann noch per kurzfristigem „Änderungsantrag“ (CSU) in der Beschlusssitzung selbst, die Dienerstrasse weiter als Fahrstrasse inkl Parkplätze belässt, beisst sich die Katze doch in den Schwanz: Hier möge nun der Fussgänger wegen ein paar (unnötigen) Parkplätzen zurückweichen, damit die sich dort auf Parkplatzsuche befindenden Autos schön wenden können.

Ein letztes: Man nimmt nun sehr viel Geld in die Hand um bspw das Kopfsteinplaster hinter der Oper für Radler zu teeren, anstatt beide Routen (Hauptroute über Residenz, dann Hofgraben, Sparkassenstrasse) für ein Jahr zu testen und dann aufgrund der Erfahrung ggf. nachzubessern. Das wäre günstiger, würde weniger Konflikte hervorrufen und hätte eine höhere Akzeptanz seitens aller Beteiligter.

Die „gute Stube“ komplett als Platz zu gestalten, das wäre an sich eine feine Sache und wird auch so seitens CSU&SPD dem Bürger verkauft. Leider entspricht dies nicht der Realität, sondern führt –  und das wird gerne nach aussen verschwiegen- zu massiven Problemen. Derjenige der sich jetzt über den „freien“  Marienplatz freut, wird sich die Haare raufen wenn er per pedes zum Viktualienmarkt runter möchte oder doch mal mit dem Radl die Stadt von Nord nach Süd queren möchte. Eine moderne Stadt sieht anders aus!

http://www.sueddeutsche.de/muenchen/spd-und-csu-schliessen-marienplatz-furt-vorfahrt-fuer-autos-und-radler-werden-ausgebremst-1.2766988#3

Die Kampagne SOR – SaveOurRadler

Mit der Entscheidung des Stadtrates wurden viele Jahre der Beteiligung der BürgerInnen sowie Verbände mit einer Entscheidung vom Tisch gefegt. Demokratie geht anders. Gleichzeitig sehen wir den Umbau des Hugendubel-Hauses als Chance, einen Dialog zwischen Politik, Verwaltung, (Rad-)Interessensverbänden, Mobilitätsdienstleistern und Gewerbetreibenden zu entfachen. Gemeinsam mit allen Beteiligten erarbeiten wir Möglichkeiten, RadfahrerInnen und FußgängerInnen am Marienplatz rücksichtsvoll zusammenzuführen.

Wenn Du mithelfen möchtest, den Marienplatz für FahrradfahrerInnen offen zu lassen, dann unterstütze unsere gemeinsame Kampagne “SaveOurRadler” und unterzeichne die Petition.

Zur Petition:

http://sor.bike

Pressemitteilung:

 http://lederhosen-express.de/wp-content/uploads/2016/02/PM_Marienplatz_SaveOurRadler_20160215.pdf 

Presseschau:

https://www.muenchen.tv/mediathek/video/marienplatz-bald-vollstaendige-fussgaengerzone/

 

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